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ÖFFENTLICHE RÄUME

Die Fähigkeit, die Gestaltung von öffentlichen Räumen der jeweiligen Bestimmung eines Raums anzupassen, ist gewissermaßen ein Test für den Innenarchitekten. Es ist eine Prüfung seines Wissens und seiner Begabung, dieses Wissen so anzuwenden, dass das Wesentliche eines öffentlichen Raums entsprechend exponiert wird. Und es geht hier nicht um die Erfüllung von technischen Anforderungen oder die Übereinstimmung der im Entwurf enthaltenen Lösungen mit den Bestimmungen des Baurechts. Bei der Gestaltung eines Büros, einer Kanzlei, eines Konferenzsaals sind für die Ausgewogenheit des Raums nicht unbedingt die gleichen Elemente erforderlich wie für einen Konzertsaal, ein Theater, Foyer oder ein sakrales Gebäude. Wir werden andere Elemente bei der Gestaltung eines Schwimmbades, einer SPA-Zone oder eines Hotels (und dabei ebenso des Eingangsbereichs, der Rezeption, Bar, des Restaurants und der Zimmer selbst) betonen. Und obwohl wir uns der sich in der angewandten Kunst vollziehenden Prozesse und Entwicklungen bewusst sind, muss der Raum bei jedem einzelnen Entwurf auf innovative Art und Weise gestaltet werden. Die angewandte Kunst zielt auf die Schönheit in den Gegenständen des täglichen Gebrauchs ab und stellt uns vor immer neue pragmatische und ästhetische Herausforderungen. Wir tragen nämlich die Leidenschaft in uns, schöne Dinge zu schaffen und uns mit ihnen zu umgeben. Neben Inspiration und Feingefühl besitzen wir auch das konkrete technische Wissen, welches uns befähigt, die gewünschten Lösungen im Entwurf wirkungsvoll umzusetzen.

Bei der Gestaltung eines öffentlichen Raums müssen wir zunächst seine nähere Umgebung und das Gebäudeäußere betrachten. Diese Betrachtung sollte uns einen Hinweis geben, in welcher ästhetischen Umgebung wir uns bewegen - oder welchen Herausforderungen wir uns stellen müssen.

Ein Entwurf für ein Hotel im Zentrum einer Großstadt muss ganz anders als ein Entwurf für ein Hotel auf dem Land oder in einem Dorf angegangen werden. Es wird bei beiden Entwürfen Parallelen geben, die Gäste müssen sich in jeder Umgebung und in jedem Raum wohl fühlen. Selbst sakrale Räumlichkeiten müssen funktionell und möglichst schön gestaltet sein.

Wir haben den Mut, uns neuen Herausforderungen zu stellen, indem wir Gegensätze miteinander verknüpfen oder sie voneinander trennen. Dabei hat es keine Bedeutung, ob das Endergebnis auf klassischen oder modernen Lösungen basiert. Wichtig sind nur die Emotionen und das Wohlbefinden des Nutzers der gestalteten Räumlichkeiten. Die Mitarbeiter müssen an dem Ort, an dem sie arbeiten, glücklich sein. Denn das ist das beste Zeugnis für die gute Arbeit des Innenarchitekten.